Die EBH in Köthen

 

Europäische Bibliothek für Homöopathie (abends)

 

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Die Europäische Bibliothek für Homöopathie

Die Homöopathie hat in Köthen Tradition. Hier lebte Dr. Samuel Hahnemann, der Begründer der Homöopathie, und schrieb sein Werk "Die chronischen Krankheiten". Die Europäische Bibliothek für Homöopathie (EBH) steht in direkter Nachbarschaft zum Hahnemann-Haus und verbindet die Tradition mit der Zukunft der Homöopathie, was sich im Bestand genauso wie in der Architektur der Bibliothek ausdrückt.

 

Europäische Bibliothek für Homöopathie

 

Die EBH ist im Zuge der Internationalen Bauausstellung (IBA) Stadtumbau 2010 entstanden. Die Stadt Köthen nahm unter dem Leitspruch "Homöopathie als Entwicklungskraft" an der IBA 2010 teil und entwickelte gemeinsam mit Homöopathen des Deutschen Zentralvereins homöopathischer Ärzte Konzepte für die Stadtplanung.

 

Das EBH-Gebäude vor seinem UmbauUnter dem Aspekt von Nachhaltigkeit für die Stadt Köthen flossen insgesamt rund 2,7 Millionen Euro Fördergelder in die Sanierung und Außengestaltung des klassizistischen Gebäudes, das 1829 vom Architekten Gottfried Bandhauer errichtet wurde, und verwandelten es in die neue Europäische Bibliothek für Homöopathie. Über 5 Jahre exzellente Planung und detaillierte Umsetzung inspiriert durch das Bauhaus Dessau führten zu einem beeindruckenden baulichem Ergebnis, das internationale Beachtung bei Architekten, Planern und ärztlichen Kollegen findet. Die Homöopathen Dr. André Saine aus Kanada, Dr. Carlos Néstor Cámpora aus Argentinien und Dr. K. S. Srinivasan aus Indien, aber auch holländische, russische und dänische Kollegen besuchten bereits die Bibliothek und tätigten Buchspenden zum weiteren Aufbau des Bestandes. Srinivasan wünschte sich: „Dieses Gebäude sollte das Herz der Homöopathie in der Welt werden.“

 

„Die Europäische Bibliothek ist bereits jetzt ein Magnet für homöopathische Literatur“, erklärt Dr. Jutta Hübner, Leiterin der EBH, den großen Zustrom homöopathischer Werke und Sammlungen – wie z.B. dem Arzneiarchiv, die von Privatleuten sowie Vereinen und Verbänden der Bibliothek gespendet werden. Die Bedeutung der Bibliothek ist direkt mit ihrem Buchbestand verknüpft, er umfasst bereits rund 6.000 Bände und wird in Zukunft auf insgesamt 12.000 Publikationen anwachsen. Einzigartig ist dabei der „Historische Bestand“ der Homöopathischen Bibliothek Hamburg. Die rund 2500 Bände – mit besonderen Raritäten aus den Jahren 1796 bis 1950 – wurden von Hamburg nach Köthen verlegt. Hier werden sie eine wichtige Grundlage für die Lehre der Homöopathie als praktische Wissenschaft bilden. Der geschichtsträchtige Ort lädt zum Studium und zur Einkehr ein. Nicht nur das umfangreiche historische Archiv homöopathischer Literatur ist eine Lesereise wert. Ergänzt wird der Bestand durch eine Vielzahl aktueller homöopathischer Bücher und Werke aus diversen komplementärmedizinischen Bereichen. Die 2009 gegründete Europäische Bibliothek für Homöopathie in Köthen beherbergt Werke des 18. bis 21. Jahrhunderts, bestehend aus Monographien, Zeitungen, Portraits, Skizzen und Autographen.



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